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Muotathaler
Wildiheubier

Hoch über dem Muotathal thront ein imposantes Bergmassiv – der Heubrig. Dort oben wird mit viel Respekt vor der Natur, in reiner Handarbeit und in sehr «gäächem» (steilem) Gelände eine einzigartige Bierzutat geerntet: Schmackhaftes, würziges Wildiheu. Dieses gibt dem Bier seinen unverkennbaren, aromatischen Geschmack! Der Name «Gääch» steht denn auch für die Muotathaler Herkunft und die extremen Bedingungen, unter welchen dieser aussergewöhnliche Rohstoff gewonnen wird.


Biertyp: Heubier
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Wildiheu vom Muotathal
Alkoholgehalt: 4,8%
Trinktemperatur: 6-9 °C
Farbe: hell, strohgelb
Schaum: dichtsahnig, haftet am Glas
Aussehen: hefenaturtrüb
Geschmack: heuig, leicht herb
Antrunk: leicht zimtig süsslich
Abgang: Dezente Hopfenbittere, die mit der Heunote angenehm harmoniert
Brauerei: Rosengarten Einsiedeln

Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Jeweils am 1. August um 07.00 Uhr treffen sich die Wildiheuer zum «Zirk näh». Bei diesem Brauch nimmt jeder Wildiheuer ein Los, wo verdeckt darauf steht, welche Fläche er heuen darf.
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«Äs Schwarzes» vom offenen Feuer, mit etwas Schnaps angereichert, gehört zum Zirktag. Dazu werden alte Geschichten erzählt, es wird gelacht und diskutiert.
Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Auf dem Heubrig gibt es sieben Hüttli und einen Eusch. Das «Zirk näh» findet immer in der gleichen Hütte statt, wo sich alle Wildiheuer besammeln.
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Der Kaffee wird auf offenem Feuer mit köstlichem Bergwasser gekocht. Mit einer «Gazä» (Schöpflöffel) schöpft man den Kaffee in die «Beckäli», einer rundlichen Tasse, und reicht sie weiter.
Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Die Holzschuhe mit geschmiedeten Griffeisen stehen für das Wildiheuen bereit. Alois Langenegger, einer der Wildiheuer, stellt die Holzschuhe nach wie vor selbst her und trägt sie gerne beim Wildiheuen.
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Daniel Büeler, Jahrgang 1991, ist begeisterter Wildiheuer. Hier macht er die Sense zum Mähen bereit, genannt «tängälä».
Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Schlichte Einfachheit.
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Ausblick vom hinteren Heubrig Richtung Muotathal.
Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Was fasziniert Anton Schelbert am Wildiheuen? «Mit einfachsten Mitteln auszukommen ist eine Herausforderung, gibt mir aber ein Gefühl von grosser Freiheit!»
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Auf dem Heubrig gibt es keinen Stromanschluss. Gekocht wird auf offenem Feuer, was aufgrund des beissenden Rauches regelmässig zu tränenden Augen führt. Zum «Zmittag» und «Znacht» gibt es einfache Gerichte wie Suppen, Kartoffeln und Teigwaren mit Fleisch und Wurst.
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Vor dem «Wetzä» benutzt Anton Schelbert eine Handvoll Gras, um die «Sägesse» zu säubern.
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Ist das Gras einmal gemäht, müssen die «Mahden» mit der Gabel breit verteilt werden. Man spricht von «Worbä».
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Das dürre Wildiheu wird mit dem Holzrechen gesammelt.
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Sobald genügend Wildiheu zusammen ist, wird es aufgeschichtet und zu einem Büntel gebunden.
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Die Arbeit ist anstrengend, da kommt eine Pause mit einem Schwatz gerade recht.
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Die aufgelegte Hirtkappe schützt den Rücken vor abfallendem «Heugüsel».
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Schönste Aussicht aufs Muotathal, jedoch bleibt in diesem Moment keine Zeit, diese zu geniessen.
Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Eine gefährliche Arbeit! Das Abseilen der etwa fünfzig Kilogramm schweren «Büntel». Kein Ort für Höhenangst. Ein Fehltritt ist nicht erlaubt, da die Fluh über 400 Meter abfällt.
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Das Wildiheu enthält nachweislich etwa 45 Kräuter-, Klee- und Gräserarten und verleiht dem «Gääch» seinen einzigartigen Geschmack.
Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Nach dem Abseilen der Büntel wird das Heu in Horgrasen bei Muotathal in einem Eusch zwischengelagert. Von dort holt es die Brauerei direkt ab und mischt es in den Biersud.
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Die Wildiheuer ernten jährlich zwischen 50 – 70 Büntel zu etwa fünfzig Kilogramm. Der grösste Teil wird einem Bauern in der Region verkauft.
Ohne Wildiheuer kein Wildiheubier. Die Muotathaler Bauern mähen und rechen die Heubrig-Planggen in anstrengender Handarbeit und transportieren das Heu in Burden mit kleinen Seilbahnen ins Tal.
Können Sie sich vorstellen, hier zu sein? Der Wildiheuer bekommt bei diesem Anblick Gänsehaut. Ist die Wildiheuerzeit vorüber, freut er sich auf das nächste Jahr.
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Etwa ein Mittagsschläfchen gefällig?

Die Initianten

Das Muotathal ist bekannt für Spezialitäten wie Alpkäse, Fleischwaren oder Torten, aber für kein Getränk. Mit einem Bier wollen die drei Muotathaler Bruno Betschart, Marco Schelbert und Simon Betschart diese Lücke schliessen. Die drei Initianten, inzwischen als Verein «Muätitaler Biär» organisiert, arbeiten ehrenamtlich. Ansporn und Lohn liegen viel mehr in der Umsetzung einer sinnvollen und nachhaltigen Idee für ihr Heimatdorf!

Die Abgabe

Dem Verein «Muätitaler Biär» ist es ein grosses Anliegen, dass ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf ins Muotathal zurückkommt. Dafür fliesst von der Brauerei eine sogenannte Solidaritätsabgabe ins Thal, welche an die Absatzmenge des «Gääch» gekoppelt ist. Aus diesem Fonds unterstützt der Verein sinnstiftende Organisationen und Projekte im Muotathal in den Bereichen Brauchtum, Gesellschaft und Kultur. Es ist vorgesehen, dass die Empfänger jährlich am Alpchäsmarkt bekanntgegeben werden, das heisst frühestens 2017.

Die Brauerei

Gebraut und vermarktet wird das Bier von der Brauerei Rosengarten in Zusammenarbeit mit dem Verein «Muätitaler Biär». Mit dem innovativen und bodenständigen Familienbetrieb aus Einsiedeln haben die Muotathaler den idealen Partner für ihr Bier gefunden. Das «Gääch» ist bereits schon im Handel erhältlich. Und wenn nicht, fragen Sie danach!

©2017 Brauerei Rosengarten / Impressum